
Das Jahr 2004
Bismarckhöhe in Werder (Havel)
Im Januar 2004 gründet sich der "Freundeskreis Bismarckhöhe in Werder (Havel) e.V." mit dem Ziel, das Wirken der Stadt für den Erhalt, die Sanierung und Nutzung der Bismarckhöhe nachhaltig zu unterstützen.
Die Stadt setzte ihre Maßnahmen der Sanierung des Objektes mit dem Abriss des barackenartigen Überbaues über Terrasse und ehemalige Kegelbahn fort, um wieder freie Sicht auf den eigentlichen Gaststätten- komplex zu schaffen.
Das 125. Baumblütenfest 2004 wurde erneut auch auf der Bismarckhöhe gefeiert. Bereits am Eröffnungstage erfolgte hier durch Bürgermeister und Baumblütenkönigin der Anstich des erstmals wieder seit vielen Jahren gebrauten Werderschen Biers.
Der Freundeskreis begleitete das Fest auf der Bismarckhöhe mit seinem Infostand und sicherte allen Interessierten die Möglichkeit der Turmbesteigung und damit den Genuss des einzigartigen Ausblicks. So haben in den zehn Tagen des Jubiläumsblütenfest über 3000 Besucher den Turm bestiegen. Der Verein erzielte Spendenerlöse aus Turmbesteigung und Aktienverkauf von 6000 € zu Gunsten der Sanierung der Bismarckhöhe.
Im Mittelpunkt der Initiativen des Vereins steht die Sanierung des Aussichtsturmes für eine gesicherte und niveauvolle Nutzung durch die Einwohner und ihre Gäste.
Die Stadt, als Eigentümer, hat sich 2004 auf die Sanierung des Daches des großen Saales konzentriert und die dafür erforderlichen Mittel in ihrem Haushalt eingestellt. Diese Maßnahme war ein dringendes Erfordernis, um den prächtigen Saal für die Zukunft zu retten. Am 4. Oktober wurde mit der Sanierung des Saaldaches begonnen, die am 17. Dezember 2004 erfolgreich abgeschlossen wurde.
Durch den Freundeskreis wurden 2004 mehrere bedeutende Veranstaltungen auf der Bismarckhöhe durchgeführt, die den zahlreichen Besuchern das Erlebnis Bismarckhöhe ermöglichten. Zu diesen Veranstaltungen gehörte ein Informationsfrühschoppen, der Seniorentag 2004 und das gemeinsam mit dem Spielmannszug Werder e.V. am Tag des offenen Denkmals veranstaltete 1. Musikfest.
Im Mai 2004 hatte die Stadt Werder sich für die Ausrichtung der Landesgartenschau 2009 beworben. In dem Bewerbungskonzept spielte die Bismarckhöhe eine zentrale Rolle für die Ausrichtung der Schau. Dies war zugleich eine große Hoffnung für weitere wirksame Schritte des Erhalts und der Nutzung der historischen Höhengaststätte. Im Januar 2005 zerschlug sich diese Hoffnung mit der Vergabe der Landesgartenschau 2009 an die Stadt Oranienburg.
Die Stadt Werder hat jedoch nach dieser Entscheidung ihren Willen mehrfach bekräftigt, an der schrittweisen Sanierung der Bismarckhöhe weiterhin fest zu halten.