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Erweiterung Turmgalerie u. Morgenstern-Ausstellung; Aktivitäten 2012

Datum: 17.01.2012


Zahlreiche Journalisten der regionalen Medien waren erschienen, als der Freundeskreis Bismarckhöhe am 12. Januar 2012 im Salon der Bismarckhöhe sein jährliches Pressegespräch abhielt. Es galt, eine Bilanz nach nunmehr acht jährigem Wirken des Vereins zu ziehen und einen Ausblick auf die Aktivitäten im diesem Jahr zu geben.

Es sei in den zurückliegenden Jahren viel erreicht worden, so der Vereinsvorsitzende Dieter Mantz, der auf die vom Freundeskreis maßgeblich voran getriebene Sanierung des Turms, die durch die Mitglieder ermöglichten regelmäßigen Turmöffnungen, die seit 2006 beziehungsweise 2007 eingerichteten Dauer- und Wechselausstellungen und die Vielzahl organisierter Führungen verwies, die die einstige Gaststätte mit ihren jetzigen Möglichkeiten wieder in das Blickfeld der Einwohner und der großen Zahl der Besucher gerückt habe. Auch in Zukunft sei das weitere Wirken des Freundeskreises auf die Pflege des historischen Erbes der Bismarckhöhe als Bau- und Kulturdenkmal gerichtet.

Als gewichtiger Bestandteil dieses Erbes gelte es, diesen Ort als Ausgangspunkt der Galgenlieder Christian Morgensterns zu vermitteln und für die Darstellung des Lebens und des Werkes des Dichters umfangreicher als bisher nutzen zu können. Mantz freute sich, nun mitteilen zu können, dass der Verein mit der Stadt übereingekommen sei, einen weiteren rund 50 m2 großen, bislang noch nicht sanierten Raum im ersten Obergeschoss in Zukunft nutzen zu können. In den so genannten Verbinder sollen ab dem Herbst 2013 die Wechselausstellungen unter dem Namen „Neue Turmgalerie“ präsentiert werden, die zurzeit noch in der Turmgalerie im zweiten Stock des Turmes untergebracht seien. Dadurch können zum Morgenstern-Jahr 2014 alle Ausstellungsräume im zweiten Obergeschoss für eine größere, neu konzipierte Morgenstern-Ausstellung genutzt werden. Um die Sanierung und die Ausstattung werde sich der Freundeskreis mit eigenen Mitteln und zahlreichen Arbeitseinsätzen seiner Mitglieder selbst kümmern, doch sei auch Hilfe von außen notwendig, um diesen Kraftakt rechtzeitig zu meistern. Derzeit werde ein Sanierungskonzept entwickelt für die Nutzung des Raumes als öffentlichen Ausstellungsraum mit den dafür notwendigen Ausstattungs- und Sicherheitsstandards.
Trotz der Sanierungsmaßnahmen werde der Ausstellungsbetrieb weitergehen. Ab dem 4. März 2012 werden vier aus 25 Bewerbern ausgewählte Künstler ihre Exponate abwechselnd bis zum 4. November 2012 dem Publikum präsentieren.

Auch die Vorbereitungen zum Morgenstern-Jubiläumsjahr, dem 100. Todestag Christian Morgensterns im Jahr 2014 seien bereits in vollem Gange. Der Verein habe sich für die dann auf 40 m2 erweiterte Ausstellungsfläche der Morgenstern-Ausstellung schon zahlreiche einmalige Exponate aus dem Nachlass des Dichters als Dauerleihgabe gesichert. Darunter seien Werke aus Morgensterns Privatbibliothek, zum Teil mit handschriftlichen Widmungen, ein Öl-Porträt seiner Frau, aber auch persönliche Gegenstände wie Morgensterns Kneifer und sein Portemonnaie. Blickfang der Ausstellung werde auch das von Morgenstern im Alter von 25 Jahren gemalte Selbstportrait, berichtet Achim Risch, Kurator und Chronist des Freundeskreises, doch besonders stolz präsentierte er ein Gipsmodell einer Büste des Dichters. Sie habe als Form für die einzige, bildlich dokumentierte Bronzebüste des Dichters gedient, die als verschollen gelte. Für die Ausstellung werde in Kürze einen Abguss des Modells in Caputh gefertigt. An den Kosten von 1500 Euro für die aus Porzellan und Marmormehl gefertigte Kopie werde sich auch der Landkreis beteiligen. Diese Büste soll bereits ab März zur Eröffnung des Turmes ausgestellt werden.

Freundeskreis Bismarckhöhe

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